DRRC- Deutscher Rhodesian Ridgeback Club e.V. - Zuchtordnung

§1. Allgemeine Zuchtbestimmungen

Zweck und Sinn des DRRC ist die Zucht des Rhodesian Ridgebacks nach den Vorgaben des Standards Nr.146 der FCI im Hinblick auf Wesen und Erscheinungsbild der Rasse.
Folgende Grundsätze sollten für jeden Hundehalter, Hundeliebhaber und Züchter eine Selbstverständlichkeit sein.
• Artgerechte Haltung, keine Zwingerhaltung!
• Sorgfältige Ernährung und Pflege
• Kein Zufügen von Schmerzen
• Einhaltung der gängigen Tierschutzrechtlinien
Für unseren Verein ist der Hund keine Ware, sondern ein Familienmitglied.
Die Mutterhündin und die Welpen sind im besten Ernährungszustand zu halten und mit Umsicht und Fürsorge zu sozialisieren und zu prägen.
Die Zuchtordnung ist Bestandteil der Satzung der DRRC.
Decktaxen und alle Vereinbarungen hierzu sind Angelegenheit zwischen den Parteien Züchter und Deckrüdenbesitzer.
Für Züchter im Ausland gelten die jeweiligen Zuchtvorgaben des Landes.

 

 

§2. Züchter

Unsere Züchter sind die Basis des Vereins und die verantwortlichen Träger zur Erhaltung des Rassestandards des Rhodesian Ridgebacks.
Ein Züchter verpflichtet sich nur gesunde, kräftige, sowie wesensfeste und dem Rassestandard entsprechende Hunde, zur Zucht zu verwenden.
Alle Zuchthündinnen und Deckrüdenbesitzer, die einen Zwingernamen im Deutschen Rhodesian Ridgeback Club beantragt haben gelten als Züchter.
Grundsätzlich sind die zuständigen Zuchtwartinnen und Zuchtwarte berechtigt, eine Wurfstätte, bei Dringlichkeit auch ohne Anmeldung zu besichtigen. Es ist nicht gestattet, eigene Hunde oder Hunde von in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen zuchttauglich zu schreiben.
Bei Eintritt in den DRRC e. V., verpflichtet sich der Züchter zur Einhaltung der Zuchtordnung und Anweisungen des Zuchtwartes.

§3. Zuchtbuchamt bzw. Geschäftsstelle

• Der Kennelname muss rechtzeitig, unter Angabe von 3 Namensvorschlägen, bei o. g. Stelle beantragt werden.
• Registriert die Wurfmeldungen
• Erstellung von Mitgliederurkunden
• Erstellung der Ahnentafeln
• Regelt den Einsatz und die Verantwortlichkeit der Zuchtwarte
• Ansprechpartner für Züchter

§4. Zuchtvoraussetzungen

Alle zur Zucht zugelassenen Hunde müssen eine anerkannte Ahnentafel eines Rassehunde-Verbandes besitzen und wesensfest sein. Vor dem Deckakt muss der Hund durch den DRRC e.V. zuchttauglich geschrieben werden.
Grundsätzlich sind die zuständigen Zuchtwartinnen und Zuchtwarte berechtigt, eine Wurfstätte, bei Dringlichkeit auch ohne Anmeldung zu besichtigen. Es ist nicht gestattet, eigene Hunde oder Hunde von in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen zuchttauglich zu schreiben. DNA – Analysen zum Abstammungsnachweis oder zum Ausschluss von Erbkrankheiten werden anerkannt, wenn die Authentizität durch den abnehmenden Tierarzt bescheinigt wird Hunde, die aus Verbänden stammen, die keine HD- und ED – Untersuchungen vorschreiben, werden nicht in die Zucht aufgenommen.
Als Eigentümer gilt der Besitzer der Hündin zum Zeitpunkt der Bedeckung. Vermietungen von Zuchthündinnen sind grundsätzlich nicht gestattet. Deckrüden von anderen Verbänden werden anerkannt. Erfolgt eine Begutachtung im Hause des Züchters und nicht auf einer Ausstellung, so gelten hierfür die Gebühren der Gebührenordnung. Erhaltene Titel und Championate anderer Verbänden werden anerkannt und übernommen.
Ein Hund muss ein korrektes, vollzahniges Scherengebiss aufweisen. Gebissfehler wie Rückbiss und Vorbiss sind zuchtausschliessend.
HD/ED- und OCD-Untersuchung, sowie JME (Juvenile Myoklonische Epilepsie) sind vorgeschrieben.

Die im DRRC e.V. gültigen HD-Formeln lauten:

• HD A = Kein Hinweis auf HD (HD frei)
• HD B = Übergangsform (HD Verdacht)
• HD C = Leichte HD (Zuchtverbot)
• HD D = Mittlere HD (Zuchtverbot)
• HD E = Schwere HD (Zuchtverbot)
• HD A darf uneingeschränkt mit HD A und B verpaart werden.
• HD B darf nur mit HD A oder HD B verpaart werden.

Die im DRRC e.V. gültigen ED-Formeln lauten:

• ED 0 = frei
• ED I = Übergangsform
• ED II = Moderate Arthrose (Zuchtverbot)
Die HD- und die ED- und die OCD-Auswertung darf nur durch die vom DRRC e.V. benannte zentrale Auswertungsstelle dokumentiert werden.
Zusätzlich empfehlen wir folgenden Untersuchungen:
Hämophilie B, Dermoid-Sinus (DS), Herzecho, Schilddrüsentest (Hypothyreose)
Die hier genannten Untersuchungen dürfen nur von einem Tierarzt durchgeführt werden.
Verwendung von Auslands -und vereinsfremden Deckrüden ist gestattet, es ist aber hierbei darauf zu achten, dass einer der beiden Verpaarungspartner JME frei bzw. Hämophilie getestet frei sind.
Das Alter für die aufgeführten Röntgenuntersuchungen darf nicht unter dem 12. Lebensmonat liegen. Die Auswertungen für die Röntgenuntersuchungen, erfolgen bei einem GRSK-anerkannten Auswerter des Vereines, wobei auch Auswertungen von anderen Auswertungsstellen akzeptiert werden, die bereits ergangen sind.

§5. Zuchtausschliessend

• Fehler wie Ridgefehler (Multicrowns, keine Crowns, ridgelos, Crowns mehr als 1cm versetzt),
• Dermoid Sinus
• Farbfehler nach den Vorgaben des Standards
• Übergröße und Untergröße( maximal 1cm Toleranz)
• Knickruten
• Gebissfehlstellungen, wie Rück- oder Vorbiss
• Alle Hunde mit Krankheiten wie Diabetes, Epilepsie, Herzkrankheiten und Hämophilie werden nicht zur Zucht zugelassen.
Inzestverpaarungen (Vater-Tochter, Mutter-Sohn, Geschwister untereinander) sind grundsätzlich verboten.

§6. Kennzeichnung der Hunde

Um ein Vertauschen oder Verwechseln der Hunde zu vermeiden, müssen alle Hunde gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung erfolgt durch einen Mikrochip. Die jeweilige Kennzeichnungsnummer wird vom Zuchtwart im Wurfmeldeschein vorgenommen, im Ahnenpass des Hundes nur durch das Zuchtbuchamt. Hunde, die nicht eindeutig gekennzeichnet sind, werden nicht zur Zucht zugelassen.

§7. Deckakt

Es dürfen nur gesunde und ungezieferfreie Hunde zum Decken geführt werden. Für Schäden, die durch Krankheiten oder Ungezieferbefall entstehen, haftet der jeweilige Hundebesitzer. Beim Leerbleiben der Hündin steht dem Besitzer ein weiterer Deckakt des Rüden mit der gleichen Hündin zu. Decktaxen und alle Vereinbarungen hierzu sind Angelegenheit zwischen den Parteien Züchter und Deckrüdenbesitzer.

§8. Zuchtwart

Der Zuchtwart ist zuständig für:
• Beratung der Züchter
• Erstellen der Zuchttauglichkeit
• Abnahmen der Wurfstätte
• Kontrolle der Wurfstätte
• Abnahme des Wurfes
• Hilfestellung bei der Aufzucht und Pflege eines Wurfes

§9.Zuchtzulassungsbescheinigung (kurz Zzp )

Hunde die zur Zucht zugelassen werden sollen, müssen im Rahmen einer Zzp, von einem Zuchtwart oder einem Zuchtrichter, zuchttauglich geschrieben werden.
Grundvoraussetzung ist die Vorlage der nötigen Untersuchungsergebnisse, die ZTP wird in ein Formblatt eingetragen und vom Zuchtwart bzw. Zuchtrichter unterschrieben.
Bei Zzps durch einen Tierarzt, behält sich der DRRC e. V, das Recht vor, bei begründeten Zweifeln, eine erneute Prüfung durch einen anerkannten Zuchtwart zu veranlassen.

§10. Zuchtalter und Dauer

Das Eingangsalter für einen beginnenden Einsatz in der Zucht für Rüden beträgt 18 Monate, für Hündinnen 22 Monate. In beiden Fällen ist zu beachten, dass die Tiere ausreichend entwickelt und ausgewachsen sind.

Ein Wurf innerhalb von 12 Monaten ist zulässig, der Decktag gilt als Stichtag zu sehen. Maximal sind vier Würfe zulässig.

Nach einem Kaiserschnitt muss die Hündin 2 Hitzen aussetzen. Nach einem zweiten Kaiserschnitt, scheidet die Hündin aus der Zucht aus.
Hündinnen scheiden mit 8. Lebensjahr aus der Zucht aus.
Rüden scheiden mit vollendetem 10. Lebensjahr aus der Zucht aus.

§11. Wurfabnahme

Wurfabnahmen werden grundsätzlich von einem Zuchtwart des DRRC e.V. vorgenommen. Der Zuchtwart ist verpflichtet, den Wurf zu chippen oder dieses, durch einen Tierarzt, zu veranlassen. Für seine Bemühungen sind dem Zuchtwart die entstandenen Fahrtkosten, die Unkosten für die Transponder sowie ein Festbetrag pro Wurf zu zahlen. Die km-Pauschale, die Transponderkosten und der Festbetrag werden vom geschäftsführenden Vorstand festgelegt. Eine Anfahrt des Zuchtwartes über 100 km ist nicht zumutbar. Ist in dieser Entfernung kein Zuchtwart, darf ein Tierarzt den Wurf abnehmen.
Die Wurfabnahme durch in häuslicher Gemeinschaft lebender oder verwandter Personen ist nicht zulässig.
Die Wurfanmeldung bei dem zuständigen Zuchtwart muss bis zum 5. Tag stattfinden
Die Wurfabnahme erfolgt in der Wurfstätte frühestens ab der 7.Lebenswoche.
Die Wurfabnahme erfolgt, ab der 7. Woche, durch einen Zuchtwart des Vereines, oder im Verhinderungsfall durch einen Tierarzt unter Berücksichtigung des Rassestandarts. Alle Welpen erhalten Ahnenpässe und werden in das Zuchtbuch mit Zuchtbuchnummer eingetragen.
Bei der Wurfabnahme sind das Muttertier und die Welpen zu begutachten. Auffälligkeiten und erkennbare Mängel sind im Wurfmeldeschein schriftlich festzuhalten und dem Züchter mitzuteilen.
Die Namen der Welpen beginnen beim 1. Wurf des Züchters – nicht der Hündin – mit „A“, der nächste mit „B“ usw.
Das Entfernen der Welpen aus dem Wurf vor der Wurfabnahme und vollendeter 8. Lebenswoche ist verboten.
Zur Beantragung der Ahnenpässe sind die Original-Ahnentafel der Mutterhündin, der Deckschein (vom Deckrüdenbesitzer ausgefüllt und unterschrieben), der Wurfmeldeschein und Kopien der Zuchttauglichkeits-Bescheinigungen beider Elterntiere beim Zuchtbuchamt einzureichen.
Alle Gebühren zur Eintragung eines Wurfes, Zuchthündin oder Deckrüdens sind in der Gebührenordnung ersichtlich.
Decktaxen und alle Vereinbarungen hierzu sind Angelegenheit zwischen den Parteien Züchter und Deckrüdenbesitzer.

§12. Sonderregelungen

Für Ausnahmeregelungen, bedarf es der Zustimmung des Vorstandes

Stand: 05.08.2017

 

Deutscher Rhodesian Ridgeback Club